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Unsere Geschichte

Eine LAN-Party, die nie endete

game-play.net begann mit einem 486er, einem Koaxialkabel und der hartnäckigen Überzeugung, dass das beste Mehrspieler-Erlebnis in einem eigenen Netzwerk läuft.

Ich wuchs Mitte der 1990er mit zwei Geräten nebeneinander auf: einer Dendy-8-Bit-Konsole und einem MS-DOS-486er. Prince of Persia, Super Mario Bros., Dangerous Dave, Wolfenstein 3D, Dune II, Prehistorik 2 — die Klassiker, weitergereicht auf Disketten, ohne Spielstände, dafür mit einem Notizbuch voller Levelcodes.

Dann kam der erste Moment, in dem ich sah, wie zwei Computer miteinander redeten. Der große Bruder von jemandem hatte das Haus mit Koaxial- und RJ45-Kabeln verdrahtet, statische IP-Adressen verteilt, als wären es Telefonnummern, und vier Rechner in ein einziges Doom-Deathmatch gebracht. Für ein Kind, das Server für Magie hielt, waren die Menschen, die so etwas wirklich bauen konnten, keine Techniker. Sie waren Architekten. Ich entschied schon früh, dass ich einer von ihnen werden wollte.

Als das LAN weite Wege gehen musste

Meine Schulfreunde und ich zerstreuten uns — erst in verschiedene Städte, dann in verschiedene Länder. Das ehrliche, per IP-Eingabe verbundene Mehrspieler-Spiel, das wir liebten, funktionierte auf diese Distanz einfach nicht mehr. Hier kamen virtuelle LANs ins Spiel: ein Mesh ohne Konfiguration, das einen Rechner in einer anderen Zeitzone so aussehen ließ, als steckte er im selben Switch wie du. Alte Spiele, die nur lokale Netzwerke verstanden, funktionierten plötzlich wieder. Der Trick, der unser LAN am Leben hielt, war eine kleine Software und ein Netzwerkname.

Spielen rund um die Welt

Meine Arbeit in der Logistik führte mich durch Südostasien, Südamerika und Osteuropa. An fast jedem Ort, an dem ich länger als zwei Wochen blieb, traf ich lokale Gamer — in Internetcafés, Hostel-Lounges, bei LAN-Events — und lud diejenigen, mit denen es funkte, in das private Mesh ein. Das virtuelle LAN wurde größer, und damit auch die Sammlung dedizierter Server, die einige von uns in Abstellkammern und Gästezimmern betrieben.

Mit der Zeit wurden wir wählerisch, mit wem wir spielten. Öffentliche Server waren zu einer Lotterie aus Wallhacks, Aimbots und toxischem Matchmaking geworden. Wir wollten das Gegenteil: einen sauberen Raum, in dem jeder bekannt ist, Spiele gemeinsam gewählt werden und die Fair-Play-Regeln von den Hosts durchgesetzt werden — nicht von einer anonymen Melde-Warteschlange.

game-play.net

game-play.net ist aus diesem Raum heraus entstanden. Heute ist es ein kleiner, privater Dienst, der Spieleserver in Frankreich und Deutschland für die Menschen betreibt, die wir unterwegs kennengelernt haben — kein öffentliches Matchmaking, keine Fremden, keine Cheater. Wenn du bereits Teil des Kreises bist, ist dies der Ort, an dem deine Server leben.

— Julien M., game-play.net

Fragen zum Dienst? Schreib uns an contact@game-play.net.